Verfahrensstand
Die Planungen wurden an das im August 2009 in Kraft getretene Energieleitungsausbaugesetz angepasst. transpower wird im Zuge des Netzausbaus in Deutschland den Einsatz von Erdkabeln auf der 380.000-Volt-Ebene testen. Ein erster Abschnitt von gut acht Kilometer Länge ist südlich von Ganderkesee vorgesehen. Das Planfeststellungsverfahren soll in den nächsten Wochen begonnen werden.
transpower und der neue Eigentümer des Unternehmens, der niederländische Übertragungsnetzbetreiber TenneT, wollen in einem koordinierten Ansatz Erdkabel in der Höchstspannung testen. So wird TenneT zwischen Amsterdam und Rotterdam mehrere Testabschnitte von in Summe 20 Kilometer als Erdkabelverbindung errichten. Da Erdkabel in der Höchstspannung heute noch nicht Stand der Technik sind, ist eine wissenschaftliche Begleitung der Vorhaben durch die Universitäten in Delft und Hannover vorgesehen. Ziel ist, Erdkabel im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben möglichst umfassend zu erproben, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.
Rechtliche Grundlage für Erdverkabelungen in Deutschland ist das Energieleitungsausbaugesetz des Bundes vom vergangenen Jahr. Das Gesetz ermöglicht den Test von Erdkabeln auf wirtschaftlich und technisch effizienten Abschnitten einzelner Pilotstrecken. Erdkabel sollen dort errichtet werden, wo Wohnbereiche in besonderer Weise tangiert werden.
Unabhängig von abschnittsweisen Erdverkabelungen erfolgt die Planung für die neuen Leitungen so, dass möglichst große Abstände zur Wohnbebauung gewählt werden.

